Untersuchungen auf Tauchtauglichkeit: Wie oft und wo?  Unten

  • Hi,

    jetzt interessiert es mich doch einmal, wie ihr das macht.

    a) In welchen Abständen macht / lasst ihr eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung machen?
    b) Was habt ihr hierfür gelöhnt?
    c) Welcher Arzt hat das gemacht?

    Meine eigenen Erfahrungen (und die meiner Frau) sind hier nicht so positiv. Letztlich braucht es wohl doch viel Mühe, einen Arzt zu finden, der wirklich weiß, was wie getestet werden soll.
    Bei meiner letzten Untersuchung hatte ich mir vond er GTÜM besorgt, was alles getestet werden muss, dies hatte mein Arzt dann (in Verbindung mit weiteren Ärzten) komplett so durchgeführt, allerdings habe ich das auch schon ganz anders erlebt, dass nach einem kurzen "passt ja alles" die Tauglichkeit bestätigt wurde.
    Die Untersuchung selbst habe ich eigentlich grob alle 2 Jahre bisher machen lassen.

    Wie sieht es bei euch aus?

    Gruß, Flo
  • a) Bis 40 alle 2 Jahre, ab vollendetem 40. jedes Jahr
    b) 50€
    c) Domenico Orosz, GTÜM Taucharzt, Allgemeinmediziner und FA für Naturheilkunde. Zum anderen Tauchlehrer und mein Ausbilder.

    Kollektivschuld! Gleiche Schuld für alle!
  • Hi,
    ich mach die auch alle 2 Jahre. Mein Hausarzt ist auch Taucher und macht die Tauglichkeitsuntersuchungen für die Kollegen aus dem BRK-Wasserwacht. Der weiß was er macht und man bekommt eine Bestätigung der Tauchtauglichkeit gleich in sämtlichen Sprachen dieser betauchbaren Welt icon_smile .

    Lg
    Ronny

    Sie trugen seltsame Gewänder und irrten ziellos umher.
    PS:wer Rechtschreibfehler findet darf diese gerne behalten
  • Ich versuch auch immer die 2 Jahre einzuhalten, naja, manchmal klappt es nicht ganz.... icon_rolleyes

    http://www.oxytrans.de/

    If I was walking through the dale of darkness, I´m not afraid of a disaster!!! Then in contrast of me, the devil will be a angel.
  • ich versuche auch das Jahr einzuhalten. Ab und an mal einen Monat länger oder kuerzer... TTU macht Hausarzt, ich weiss was er machen soll icon_smile
  • @ Annerose : keks teacher mischuge woohoo heybaby banana

    If I was walking through the dale of darkness, I´m not afraid of a disaster!!! Then in contrast of me, the devil will be a angel.
  • @ Alex

    A.L.E.X.

    @ Annerose : keks teacher mischuge woohoo heybaby banana


    haue haue sniper angel2 icon_biggrin
  • Tauchender Hausarzt und das jährlich nach GTUEM Vordruck

    http://www.tauchportal-baden.de für den Badischen Tauchraum
  • Altersbedingt jährlich, Preis 40 Euro ...
  • Man kann auch über Sinn und Unsinn dieser Untersuchung und des resultierenden Attests (TTA) diskutieren.
    Wem nützt sie? Was bringt sie wirklich?
    Aussage meines Arztes als ich ihn fragte, für welchen Zeitraum nach der Untersuchung die Tauchtauglichkeit denn besteht: "Jetzt, wo ich Sie untersucht habe, sind Sie tauchtauglich. Das kann sich morgen oder übermorgen durch irgendwelche Ereignisse, Krankheiten bereits ändern"
    Kann man Sie als Arzt haftbar machen, falls ich z.B. in einer Woche einen Tauchunfall erleide, der auf gesundheitliche Probleme, also Nichttauchtauglichkeit zurückzuführen ist?
    "Nein! Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren Sie tauchtauglich. Mehr sagt das Tauchtauglichkeitsattest (TTA) nicht aus!"

    Angesichts dieser Sachlage, von der ich ausgehe, dass sie richtig ist, frage ich mich, welchen Sinn die in relativ kurzen (??) Zeitabständen wiederkehrende Untersuchung hat?

    Eine Erstuntersuchung und Einschätzung ist sinnvoll, weil die meisten Tauchanwärter ihre medizinische Vorgeschichte nicht unbedingt richtig einschätzen können (dazu gibt es ja auch diese berühmten Fragebogen).
    Damit hat die Untersuchung den Sinn, den Tauchanwärter vor Risiken zu bewahren, deren er sich u.U. nicht bewußt ist/war.

    Jemand, der bereits taucht (und vor allem regelmäßig und oft taucht), sollte die Risiken kennen und derjenige weiß auch um seine Krankengeschichte und ob sich seit seiner letzten Untersuchung Wesentliches geändert hat.

    Wozu dient also das TTA?
    In meinen Augen geht es nur noch um die haftungsrechtliche Absicherung einer Tauchbasis. Dass dem so ist, läßt sich gut aus den auf vielen Basen - vor allem im Ausland - üblichen Verfahren ablesen. Es wird ein Fragebogen ausgehändigt, der Taucher unterschreibt, dass keine gesundheitlichen Risiken vorliegen und falls doch ein Unfall aufgrund gesundheitlicher Mängel eintritt, stellt der Taucher die Basis von jeglicher Haftung frei.

    Was bleibt also übrig?
    1. Der Arzt verdient.
    2. Der Taucher ist selbst beruhigt, wenn der Onkel Dr. sagt, du darfst.

    Eine Basis von der Haftung freizustellen kostet nur die Kopierkosten für das Papier.

    Nebenbei: Ich für meinen Teil frage Interessenten für einen Anfängertauchkurs nach ihren gesundheitlichen Risiken und empfehle VOR Beginn der Ausbildung diese Tauchtauglichkeitsuntersuchung machen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt halte ich die Untersuchung wirklich für sinnvoll - auch wenn ich als TL dann kein Geld bekomme, wenn der Interessent tauchuntauglich ist und keinen Kurs bucht. Zu einem späteren Zeitpunkt genügt mir die Haftungsfreistellung.

    (Wer von euch - 40+ - geht denn jährlich zur Krebsvorsorgeuntersuchung oder läßt jährlich einen Generalcheck beim Arzt durchführen? Mann oh Mann, wollt ihr ewig leben? icon_rolleyes icon_wink )

    So nun bin ich mal gespannt, was ihr dazu schreibt ...

    LG Gerd
  • Ich denke nicht mal für die Absicherung der Basen ists notwendig. Wenn ich mir überlege was man z.B. auf Safaribooten so unterschreibt, selbst wenn der Guide einem unter Wasser den Hahn zudrehen würde, wäre man wahrscheinlich selbst Schuld und keiner haftbar.

    Ich selbst habe meine erste TTU vor der Ausbildung gemacht und danach, wenn cih ehrlich bin, immer nur dann eine gemacht, wenn z.B. am Safariboot ein Attest verlangt wurde.

    Im Moment tauche ich quasi ohne TTU, die müsste seit ein paar Monaten abgelaufen sein. Du hast vollkommen recht, jeder kennt seinen Körper selbst doch am besten und weiß, was sich wie geändert hat. Und wenn dann beim Tauchen einem was komisch vorkommt, dann kann man doch nachher immer noch zum Arzt.

    Die Frage ist natürlich: Was ist, wenn man einen Tauchunfall erleidet und die Versicherung dann sagt, "der hatte ja keine TTU" ...

    Ich liebe es, was wir nicht so alles nur fürs Papier machen icon_wink

    Gruß, Flo
  • Dass die Versicherung ohne TTA nicht bezahlt, halte ich nicht für opportun.
    Ausnahme: DAN versichert z.B. keine Taucher mit einem Alter über 75 Jahre, es sei denn der Taucher legt ein TTA vor und DAN stimmt ausdrücklich zu.
    Umgekehrt fordert z.B. DAN, in seinen Ausschlussklauseln, dass der Taucher selbst vorhandene Risiken benennt und befreit ggf. vom Versicherungsausschluss. Man muss eben auch das "Kleingedruckte" lesen.
    Einen Auszug (nicht vollständig, aber der med. relevante Teil) der Ausschlussklauseln von DAN, die zur Verweigerung von Versicherungsleistungen führen, findest du hier: klick mich
    Ein nicht vorhandenes TTA wird nirgends benannt.

    LG Gerd
  • gut, wäre auch nur so ein Gedanke gewesen, so ganz unmöglich klingt's ja auch nicht ;)

    Gruß, Flo
  • Gesetzlich gibt es in D keine Pflicht, einen Tauchschein zu haben geschweige denn eine TTU - ohne entspr. Kleingedrucktes in den Verträgen schaut es für Versicherer also nicht gut aus hinsichtlich Zahlungsverweigerungen ... (aber die haben reichlich entspr. Kleingedrucktes in den Verträgen drinnen, sind ja auch nicht dumm ...)

    Hinsichtlich TTU

    Ich habe zb. einen tauchenden GTÜM Hausarzt ...
  • Gerd


    Nebenbei: Ich für meinen Teil frage Interessenten für einen Anfängertauchkurs nach ihren gesundheitlichen Risiken und empfehle VOR Beginn der Ausbildung diese Tauchtauglichkeitsuntersuchung machen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt halte ich die Untersuchung wirklich für sinnvoll - auch wenn ich als TL dann kein Geld bekomme, wenn der Interessent tauchuntauglich ist und keinen Kurs bucht. Zu einem späteren Zeitpunkt genügt mir die Haftungsfreistellung.


    Jupp, genau so wars bei mir.


    Gerd


    (Wer von euch - 40+ - geht denn jährlich zur Krebsvorsorgeuntersuchung oder läßt jährlich einen Generalcheck beim Arzt durchführen? Mann oh Mann, wollt ihr ewig leben? icon_rolleyes icon_wink )


    Auch hier heb ich den Finger. Ohne die jährliche Untersuchung bekomme ich meine Kohle von der Krankenkasse nicht erstattet.

    Kollektivschuld! Gleiche Schuld für alle!